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Vorarlberger Bautage 2012: Bauwirtschaft erwartet keine baurelevanten Budgetreduzierungen

Autor: boehler-pr

13.01.12 11:25
KR BM Ing. Hans-Werner Frömmel, Bundesinnungsmeister der Bundesinnung Bau in der Wirtschaftskammer Österreich, Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und DI Franz Drexel, Innungsmeister der Vorarlberger Bauinnung (v.l.n.r.)

KR BM Ing. Hans-Werner Frömmel, Bundesinnungsmeister der Bundesinnung Bau in der Wirtschaftskammer Österreich, Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und DI Franz Drexel, Innungsmeister der Vorarlberger Bauinnung (v.l.n.r.)

Auch heuer trafen sich bei den Vorarlberger Bautagen Vertreter der Österreichischen Bauwirtschaft, um über die aktuelle Situation sowie über Zukunftsperspektiven der Branche zu diskutieren.

Auch heuer trafen sich bei den Vorarlberger Bautagen Vertreter der Österreichischen Bauwirtschaft, um über die aktuelle Situation sowie über Zukunftsperspektiven der Branche zu diskutieren.

Feldkirch (A) „Die aktuellen Prognosen zur bundesweiten Baukonjunktur gehen für 2012 von einer Stagnation der Bauproduktion aus“, so Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel bei der Podiumsdiskussion am Freitag im Rahmen der 41. Vorarlberger Bautage in Hirschegg, Kleinwalsertal (11. bis 14. Jänner). Seitens der Politik nahm Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser Stellung: „Das Land Vorarlberg investiert insgesamt über eine Viertelmilliarde Euro in die Bereiche, die in der Bauwirtschaft wirksam werden.“

Aufgrund der Budgetbegleitgesetze 2011 und den Einsparungen bei den ÖBB sowie bei der ASFINAG wurde das Bauvolumen bereits um mehr als fünf Milliarden Euro gekürzt. „Daher“, so Hans-Werner Frömmel, Bundesinnungsmeister der Bundesinnung Bau in der Wirtschaftskammer Österreich, „dürfen keine weiteren baurelevanten Budgetreduzierungen im Rahmen der Schuldenbremse erfolgen.“ Indes betont Frömmel: „Es ist wichtig, dass 2012 leistbares Wohnen durch Zurverfügungstellung ausreichender Wohnbauförderungsmittel sowie die notwendige Infrastruktur für eine funktionierende Volkswirtschaft gewährleistet wird.“ Zusätzlich fordert er fiskalische Anreize für die Finanzierung von Bauinvestitionen sowie einen Scheck für die seniorengerechte Adaptierung von Wohnungen und Häusern. Abschließend appelliert Frömmel an die Politik: „Im Sinne einer nachhaltigen Wirtschaftspolitik gilt es, Investitionen in bleibende Werte stärker zu forcieren als in kurzlebige Konsumgüter.“

Vorarlberg investiert 262,4 Mio. Euro
Bereits im Dezember 2011 kündigte Landeshauptmann Markus Wallner an, dass das Land Vorarlberg heuer 52,3 Mio. Euro in den Hochbau investieren wolle. Neben kulturellen und pädagogischen Bauprojekten werden insbesondere die Landeskrankenanstalten davon profitieren, immerhin sollen über 27 Mio. Euro in Bautätigkeiten an den Spitälern in Bludenz, Feldkirch und Hohenems fließen. „Des Weiteren werden 46,6 Mio. Euro für den Straßenbau- und die Straßenerhaltung eingesetzt sowie 27,6 Mio. sowie Euro für Schutzwasserbau- und Renaturierungsprojekte“, betont Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser.

Bauen soll wieder leistbar werden
Für die Wohnbauförderung – sowohl Neubau als auch Sanierungen – hat das Land Vorarlberg 135,9 Mio. Euro veranschlagt. Zudem wurde dem jahrelangen Appell der Bauinnung – „Bauen muss leistbar bleiben“ – seitens der Landespolitik Rechnung getragen: Durch die Schaffung der neuen Basisstufe, die in der Neubauförderung an die Stelle der Förderstufen 1 und 2 tritt, wurde der Zugang zur Wohnbauförderung mit Anfang 2012 erleichtert. Rüdisser dazu: „In der Basisstufe werden keine Ökopunkte verlangt und der Nachweis über den Heizwärmebedarf erfolgt lediglich mit dem Energieausweis statt wie früher über den Gebäudeausweis.“



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