Lustenau (A) IDENTEC SOLUTIONS, ein Unternehmen der IDENTEC-GROUP, hat jüngst eine innovative Lösung vorgestellt und so sein Portfolio im Bereich Bergbau erweitert. Das neue System trägt den Namen “i-GET” und wurde entwickelt, um der Industrie durch Erhöhung der Verfügbarkeit Milliarden zu ersparen. Zusätzlich wird das Sicherheitsrisiko beim Einsatz von Bergbaumaschinen minimiert.
i-GET überwacht die sogenannten “Ground Engaging Tools” (GET) – breite Stahlzähne, die an den Schaufeln von im Bergbau eingesetzten Grabungsmaschinen befestigt sind. GET sind Verschleißteile, die das Erdreich durchdringen und gleichzeitig die Schaufel vor Beschädigungen schützen sollen. Wenn diese Teile abbrechen, können ernsthafte Probleme entstehen. Etwa dann, wenn sie versehentlich in eine Wagenladung Erz und zusammen mit dieser in den Brecher geraten – in diesem Fall können sie den Brecher blockieren und schwer beschädigen oder herausgeschleudert werden. Dies kann nicht nur zu Verletzungen des anwesenden Personals sondern auch zu tagelangen Reparaturen des beschädigten Equipments führen. Man schätzt, dass die durch gebrochene GET-Komponenten verursachten Kosten zwischen ein und fünf Prozent der jährlichen Gesamtproduktionskosten ausmachen: ein Multi-Milliarden-Euro-Problem. Um diesem Problem wirksam zu begegnen, hat IDENTEC SOLUTIONS in Zusammenarbeit mit Encore Automation, das weltweit erste “intelligente GET” entwickelt – ein technologischer Durchbruch in der drahtlosen Echtzeit-Überwachung von Grabungskomponenten.
“Unser Auftrag war es von Anfang an, die Sicherheit des Personals zu erhöhen und gleichzeitig die Lokalisierbarkeit und Kontrolle von Baggerzähnen im täglichen Betrieb entscheidend zu verbessern”, erläutert Frank Wehus, General Manager des IDENTEC SOLUTIONS Center of Excellence für die Bereiche Öl und Gas sowie Tunnel- und Bergbau: „Die Herausforderung war, für die Industrie eine möglichst zuverlässige Lösung zu entwickeln, die leicht integriert werden kann, so dass bestehende Betriebsabläufe nicht verändert werden müssen. i-GET wird fraglos die Sicherheit des Personals erhöhen und gleichzeitig entscheidend dazu beitragen, Produktionsausfälle und Materialverluste zu vermeiden.“
“Gebrochene GET-Komponenten sind ein massives Problem für die gesamte Bergbauindustrie”, weiß Ian Hamilton, Managing Director von Encore Automation. “Bis heute gab es keine effektive Technologie, die mit jedem Maschinentyp kompatibel ist, unabhängig von den Umgebungsbedingungen arbeitet und keiner Wartung bedarf. I-GET verfügt über alle diese Eigenschaften und erhöht die Sicherheit, die Effizienz und die Produktivität von Bergbaubetrieben entscheidend“, so Hamilton.
Im Inneren jedes einzelnen GET (jedes “Zahns”) wird ein Mikrosensor in einer Schutzhülle platziert. Die Hülle ist überaus robust und schützt die Sensoren vor extremen Temperaturen, Druck, Stößen und Vibrationen.
Jeder Baggerzahn sendet seine Daten drahtlos an eine am Bagger angebrachte Empfangsstation - dort werden diese in der i-GET Software verarbeitet. Wenn nun ein Zahn von einer Schaufel abbricht, löst die Software einen Echtzeit-Alarm aus; eine entsprechende Anzeige auf einem Monitor in der Fahrerkabine oder auf dem Betriebsgelände informiert das Personal über den Zwischenfall. Sobald der Alarm entgegengenommen wurde, stellt die beschädigte Maschine die Arbeit ein und wird repariert – danach kann die Arbeit weitergehen. Zusätzliche wird der Baggerzahn mittel dem GET-Sensor über mobile oder fix installierte Empfangsgeräte lokalisiert, dies z.B. auch dann, wenn dieser auf einem LKW unter Erz begraben ist. i-GET kann problemlos in bestehende Produktionsprozesse integriert werden. Die Investition amortisiert sich üblicherweise bereits wenige Tage nach der Installation des Systems.
Mit dieser Lösung beweist IDENTEC SOLUTIONS, mit Sitz in Lustenau (A), erneut seine Innovationskraft. „Innovation bedeutet, die Grenzen des Möglichen ständig zu erweitern“ so Gerhard Schedler, CEO von IDENTEC SOLUTIONS, und meint abschließend: „Vor zehn, nein sogar vor 5 Jahren konnten wir uns noch nicht einmal vorstellen, dass es jemals technisch möglich oder wirtschaftlich vernünftig sein wird, so kleine Objekte wie Baggerzähne individuell mit drahtlosen Sensoren – mit eigener Intelligenz auszustatten. Aber in den letzten Jahren haben wir unsere Technologie bezüglich Kosten, Größe und Robustheit so weiterentwickelt, dass wir nun neben den Baggerzähnen mittlerweile auch Echtzeitinformationen über die Flaschen in Hotelbars oder von Schraubenkisten in Regalen übermitteln können. Auch wenn wir noch ganz am Anfang stehen – aber das Internet der Dinge wird mehr und mehr Realität – und wir sind stolz, hier ein entscheidender Enabler zu sein.“
Über IDENTEC SOLUTIONS
IDENTEC SOLUTIONS engagiert sich seit 1999 in der Entwicklung drahtloser Sensornetzwerke auf Basis aktiver RFID-Technologie. Die Lösungen des Technologieunternehmens, die sich durch hohe Reichweiten, einen geringen Energieverbrauch und ihre Widerstandsfähigkeit auszeichnen, machen heute auf allen Kontinenten Geschäftsprozesse effizienter, reduzieren den Ressourceneinsatz und schaffen mehr Sicherheit – ob in der Energiewirtschaft, im Berg- und Tunnelbau, in der intermodalen Logistik und in Containerhäfen oder der Baubranche. Zudem vertrauen Regierungen und namhafte Systemintegratoren auf das Know-how des Weltmarktführers.
Neben dem Firmensitz in Lustenau, Österreich, und dem Headquarter für Nordamerika in Dallas, Texas, unterhält IDENTEC SOLUTIONS Servicecenter in Deutschland, Australien und Norwegen.



wirtschaftszeit.at