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Eisige Kunst-Tage sorgten für goldige Momente in Lech

Autor: magisch

06.02.12 13:22
Natur-Galerie auf 1.800 Metern Höhe bei der Frozen Icebar in Lech

Natur-Galerie auf 1.800 Metern Höhe bei der Frozen Icebar in Lech

Künstler Bechtold und Eisenberger mit Initiatoren Koller und Hinterholzer

Künstler Bechtold und Eisenberger mit Initiatoren Koller und Hinterholzer

Lech (A) Malen und Spachteln am Berg, künstlerische Sprengung, „Friedliche Anwendung von Schneekanonen (FASK)“: Bechtold und Eisenberger genossen Kunst in der Kälte

Die Kunst-Tage „Eis und Gold am Arlberg“ mit den Künstlern Gottfried Bechtold und Christian Eisenberger wurden ihrem Titel in mehrerlei Hinsicht gerecht: Einerseits stammt der Slogan aus den Namen der Kunstschaffenden (EISenberger und GOttfried BechtoLD), andererseits war mit täglich bis zu minus zwanzig Grad die Herausforderung der künstlerischen Arbeit in der Natur enorm. Für die Initiatoren Gregor Koller und Margit Hinterholzer ist schon jetzt klar: Nach so vielen Impulsen aus der Bevölkerung und der Wirtschaft sowie nach der Einladung der Projektpartner wird es 2013 eine Neuauflage geben.

Aber zuerst zu den entstandenen Werken 2012: Gottfried Bechtold (Jahrgang 1947), documenta-Teilnehmer und international renommierter Künstler aus Bregenz, malte und „spachtelte“ an den drei Kunst-Tagen bei der Frozen Icebar nahe der Schlegelkopf-Bergstation auf 1.800 Metern Höhe. Bei bis minus zwanzig Grad entstanden je eine Ölarbeit vom Rüfikopf, vom Omeshorn sowie vom Kriegerhorn. Diese Werke werden nach Trocknung im Hotel Hinterwies in Lech ausgestellt, der Start der Ausstellung wird via Facebook bekannt gegeben.

Bereits jetzt sind die vier großformatigen Werke im Hotel Hinterwies der Familie Manhart-Schertler zu betrachten, welche in der „Natur-Galerie“ an einer Wand aus Eis und Schnee ausgestellt waren: Flugzeug-Abstürze in den Alpen, kürzlich von Bechtold im „Mayday-Zyklus“ geschaffen.

Der künstlerische Partner Bechtolds, der in Wien arbeitende Steirer Christian Eisenberger (Jahrgang 1978), nutzte die Lecher Berglandschaft für eine Sprengung unter dem Titel „Porträt eines Wilderers“. Ermöglicht wurde dies durch Wucher Helicopter mit Inhaber Gerhard Huber sowie Michi Manhart und seinen Skiliften Lech.

Zur finalen Performance lieferten sich die beiden Künstler zwei Schneekanonen aus, in deren Fontänen sie zwanzig Minuten regungslos verbrachten. Zahlreiche Schaulustige beobachteten bei der Schlegelkopf-Talstation das Spektakel, das im Dunkeln in grün getauchtes Licht eine zauberhafte Atmosphäre bot. Auch bei dieser Intervention mit dem Motto „Friedliche Anwendung von Schneekanonen FASK“ sollten zahlreiche Assoziationen ausgelöst werden.

Das gesamte Kunst-Projekt „Eis und Gold am Arlberg“ wurde mit den Partnern folgender Firmen realisiert: Doppelmayr, ÖBB, Rhomberg Bau, Wenin Druckerei, spitzar strategische kommunikation, Michael Sitte Werbeproducer, Farbenlaube Dornbirn, Unibind sowie Lech Zürs Tourismus, Skilifte Lech und dem Hotel Hinterwies.



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