
Die Volksschüler waren besonders heiß darauf die Hightech CNC Fräsen bei Heron selbst zu bedienen

Es wurde mit Begeisterung Millimetergenau gefeilt, gebohrt und gedreht

Auch wenn es mal alle Kraft benötigte, aufgegeben wurde nicht

Die Volksschüler entdeckten abseits von Mathe und Deutsch neue Begabungen und Talente

Bettina Beer, Personalentwicklung Heron Gruppe
Dornbirn (A) Heron will damit nachhaltig das Interesse von Kindern an technischen Berufen wecken. Ziel dieses Kinderprojektes des Dornbirner Technologieunternehmens Heron ist es Volksschülern technische Berufe frühzeitig spielerisch und mit Spaß und Freude näher zu bringen.
Die Kinder sollen zudem durch ihr aktives Werken Einblicke in eine wertschöpfende Arbeitswelt bekommen. Acht Schüler der 4. Klasse Volksschule Schwarzach nutzten diese Möglichkeit und tauschten die Schulbank gegen eine Drehbank aus und werkten sechs Nachmittage lang in einem für sie bislang neuen Arbeitsumfeld. Betreut wurden die Kinder von den Lehrlingen der Heron Gruppe. Diese sammelten neue Erfahrung, da sie bei diesem Projekt die Ausbildner spielten. Das weltweit tätige Technologieunternehmen Heron beschreitet damit erstmals neue Wege, Kinder frühzeitig und nachhaltig für technische Berufe zu begeistern und dadurch auch der „Zeitbombe Technikermangel“ entgegen zu wirken.
Kinder kommen heute meist spät mit Technik und technischen Berufen in Berührung. Einerseits durch die Schulausbildung und andrerseits auch durch heutige Lebens- und Wohnsituationen. So gab es früher oft einfachere Berührungspunkte zur Technik, wie bspw. der Handwerksbetrieb nebenan oder die Werkstatt vom Opa im Schopf. Bei Heron entstand deshalb dieses Projekt bereits Volksschülern aktives Werken im Unternehmen anzubieten. Dadurch lernen die Kinder die Innenwelt eines wertschöpfenden Unternehmens kennen und erfahren frühzeitig und spielerisch einiges über technische Berufe. Die acht Volksschüler nutzten diese Möglichkeit und arbeiteten mit Begeisterung sechs Nachmittage mit Werkzeugen, Maschinen und Materialien, wie sie bei Heron tagtäglich verwendet werden. Gecoacht wurden sie von den Lehrlingen der Heron Gruppe, für die dies ebenso eine neue Erfahrung war in die Rolle des Ausbildners zu schlüpfen und ihr Erlerntes an die Kinder weiter zu geben.
Spielerisch Arbeitswelten kennen lernen und offen für alles Neue
Vor allem mit viel Herz waren die Kinder am Werken und zeigten sich offen für alles Neue. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass gerade Kindern, die sich in der Schule sonst etwas schwerer tun, hier richtig aufblühten durch das, was sie selbst mit ihren Händen geschaffen haben. Gerade dadurch steigerte sich bei ihnen ihr Selbstbewusstsein“, erläutert Bettina Beer, Personalentwicklung Heron Gruppe. Es wurde mit Händen und Maschinen gefeilt, gebohrt und gedreht. Es wurde gelötet, konstruiert und getüftelt. Entstanden sind schlussendlich ein elektronischer Würfel, ein Schutzzaun, ein Testaufbau für eine pneumatische Steuerung und ein Schlüsselanhänger. Die Schüler entdeckten abseits von Mathe und Deutsch frühzeitig Fähigkeiten, die in ihnen stecken und die für sie später einmal im Berufsalltag sehr wichtig sein können.
Jedenfalls hatten alle viel Spaß, die an diesem Projekt mitarbeiteten, die Volkssschulkinder, die Lehrlinge und auch die Lehrlingsausbildner, da die Kinder noch sehr offen für alles sind und manchmal Wege gingen, die einem Erwachsenen so nicht mehr in den Sinn kommen würden. Die Heron Gruppe möchte das Projekt „Kinder in die Technik“ weiter fortführen und das Angebot auch anderen Schulen anbieten. Beim Technologieunternehmen Heron ist man jedenfalls überzeugt, dass durch solche Aktionen nachhaltig und langfristig etwas bewegt werden kann. Einen „anständiger Wirbel“ haben die quirligen Kinder auch in das Unternehmen gebracht und so einiges in Bewegung gesetzt.
Heron Gruppe
Die Heron Gruppe ist ein aufstrebendes österreichisches Industrieunternehmen, das sich vom Sondermaschinenbauer zum profilierten Hersteller von Automatisierungskomponenten entwickelt hat und weltweit aktiv ist. Im Laufe der Jahre sind fünf operative Tochtergesellschaften Heron-CNC-Technik, Robotunits, Servus Robotics, Servus Intralogistics und Vecon entstanden, die selbstständig am Markt agieren und Synergien gemeinsam nutzen. Die Mutter Heron ist Dienstleister für ihre Tochterfirmen. Coaching, Personalentwicklung, Finanzen und Produktentwicklung sind ihre Aufgaben.
Produktpalette: Automatisierungskomponenten, intelligente Transportrobotersysteme, CNC Fertigungsteile
Niederlassungen USA, Australien, Großbritannien, Italien
Mitarbeiter (weltweit): 200
Heron GmbH

heron.at