
v.l.n.r.: Kurt Hämmerle (Traumhaus Althaus), Gerda Schmid (ÖKOPROFIT), Prof. Dr. Franz Josef Radermacher, Dr. Kriemhild Büchel-Kapeller (Büro für Zukunftsfragen), Landesrat Mag. Karlheinz Rüdisser

Begrüssung des Referenten Prof. Dr. Franz Josef Radermacher durch Landesrat Mag. Karlheinz Rüdisser und Hans Harrer, Vorstand Senat der Wirtschaft Österreich e.V.
Altach (A) Am 23. November 2011 luden ÖKOPROFIT®, Partnerbetrieb Traumhaus Althaus des Energieinstitutes und das Büro für Zukunftsfragen zum Start der Veranstaltungsreihe „Wachstum im Wandel – Vitale Unternehmen gestalten Zukunft“ nach Altach ein.
Gastreferent Prof. Dr. Dr. Franz Josef Radermacher sensibilisierte in seinem Vortrag die rund 100 Gäste für die Herausforderungen mit denen sich die Menschheit zukünftig auseinandersetzen muss und welche Lösungen dafür zur Verfügung stehen.
Globalisierung, Nachhaltigkeit, Zukunft: Welche Herausforderungen liegen vor uns?
„Unsere Gesellschaft steht vor neuen Herausforderungen und die Frage der Zukunft wird sein, wie wir Wachstum gestalten um einen gesellschaftlichen Wohlstand auf breiter Ebene gewährleisten zu können“, so Landesrat Mag. Karlheinz Rüdisser in seiner Eröffnungsrede.
Genau dieser Frage widmete sich Prof. Radermacher, Leiter des Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung. Der Mitbegründer der „Global Marshall Plan Initiative“ und Mitglied des „Club of Rome“ geht weitsichtig und mit globalen Ansätzen im anschließenden Vortrag drauf ein.
„Vorarlberg wird die Welt nicht retten“ – mit dieser Aussage wurde dem Publikum realistisch vor Augen geführt, dass zukünftige Nachhaltigkeitsstrategien immer auch global angelegt sein müssen. „Ein nachhaltiges Wachstum ist nur dann möglich, wenn doppelt strategisch agiert wird. Das heißt, dass regionale Aktivitäten immer an globale gekoppelt sein müssen“, so Prof. Dr. Radermacher. Oder : mit globalen gekoppelt …
„Brasilianisierung“ der Welt und ökosoziale „Leitplanken“
Dass Wachstum notwendig ist, darüber waren sich alle einig. Wenn wir davon ausgehen, dass die Weltbevölkerung im Jahr 2050 auf 10 Milliarden Menschen anwachsen wird, dann muss dieses Wachstum jedoch kontrolliert und nachhaltig sein. Nur mit dem Setzen von ökosozialen „Leitplanken“ wird dies möglich werden.
Sollten diese nicht gesetzt werden, sieht Prof.. Radermacher für die Zukunft folgende zwei Szenarien. Entweder es kommt zu einem kompletten Kollaps des Systems auf allen Ebenen oder es kommt zu einer „Brasilianisierung“ auf globaler Ebene, was soviel heißt als dass ein Großteil der Bevölkerung verarmt , während ein kleiner Teil immer reicher wird.
Als drittes Szenario – und das stimmt positiv – kann aber auch ein ausbalanciertes System möglich werden. Einen Beitrag dazu können die Vorarlberger Landespolitik sowie auch die vielen „vitalen“ Unternehmen im „Ländle“ mit einem Blick auf regionale wie auch globale Aktionen leisten.
Diskussion und Open Space
Im Anschluss an den Vortrag, wurden die Gäste aufgefordert bei einem Open Space ihre Ideen, Gedanken und Ansätze zum Thema einzubringen. Die beiden Moderatoren, Willi Sieber vom Ökologieinstitut sowie Dr. Kriemhild Büchel-Kapeller vom Büro für Zukunftsfragen, begleiteten diese rege Diskussion.
Die Partner der Veranstaltungsreihe
Die Initiatoren der Veranstaltungsreihe – ÖKOPROFIT®, die Initiative Partnerbetrieb Traumhaus Althaus des Energieinstituts Vorarlberg sowie das Büro für Zukunftsfragen - bilden eine starke Partnerschaft. Gemeinsam haben sie diese Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen und wollen damit im Rahmen der Landesinitiative „Wachstum. Wohlstand. Lebensqualität“ neue Impulse für die Zukunft setzen.



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