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Informationskampagne forciert externe Beratung für KMU
18.02.10 12:28

Von:wiko

Eine gemeinsame Initiative der Fachgruppe Unternehmensberatung und Informationstechnologie (UBIT) der Wirtschaftskammer Vorarlberg und dem Land Vorarlberg klärt über Leistungen externer Berater auf – eine Landesförderung von bis zu Euro 5.000 ermöglicht kleineren Unternehmen Know-how von Außen zu holen.

v.l.n.r. Gerhard Holzer, FG UBIT, Landesrat Karlheinz Rüdisser, Christian Bickel, Obmann FG UBIT, WKV-Präsident Manfred Rein

Kleine und mittlere Unternehmen sollen auch auf externes Experten-Know–how zugreifen können. Das ist die Zielsetzung einer gemeinsamen Kampagne der Fachgruppe Unternehmensberatung und Informationstechnologie (UBIT) der Wirtschaftskammer Vorarlberg und des Landes Vorarlberg. KMU stellen hierzulande fast 90 Prozent aller Betriebe und gerade diese Gruppe hat professionelle externe Beratung bisher nur sehr zögerlich in Anspruch genommen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben den heimischen KMU gerade im letzten Jahr viel abverlangt – weitere Maßnahmen werden aber notwendig sein, um die Herausforderungen der kommenden Jahre zu meistern. Denn wirtschaftliche Umbrüche erfordern von Unternehmen eine ständige Anpassung und Weiterentwicklung. Im Rahmen der Kampagne wird in den kommenden Monaten gezielt darüber informiert, wie externe Unternehmens- und IT-Berater gerade auch kleinere und mittlere Unternehmen unterstützen können. Ein wichtiges Ziel ist auch, über die bereits bestehenden Förderungen des Landes aufzuklären.

Vom externen Blick profitieren
Unternehmensberatung ist heute kein Thema mehr nur für Großkonzerne und Sanierungsfälle. „Auch unsere innovativen Klein- und Mittelbetriebe sind ständig gefordert, ihre Strukturen und Prozesse zu überprüfen. Fit für den Markt zu sein, bedeutet für Unternehmen, sich schnell an Veränderungen anpassen zu können“, sagt Manfred Rein, Präsident der Vorarlberger Wirtschaftskammer. Ein externer Spezialist kann dabei helfen, sich über Schwächen und Stärken klarer zu werden. Dabei geht es nicht nur wie vielfach angenommen um bloße Sparmaßnahmen – viel wichtiger ist die gezielte Analyse des IST-Zustandes und die Planung zukünftiger Maßnahmen. Dies betrifft die Ausrichtung der Geschäftsfelder und Prozesse ebenso wie die zu bearbeitenden Märkte und Zielgruppen. Christian Bickel, Obmann der Fachgruppe UBIT: „Die Rolle des Beraters ist genau definiert. Er oder sie weiß nicht alles besser, sondern ermittelt gemeinsam mit dem Unternehmer das Optimierungspotenzial.“ In einer von der Fachgruppe 2009 in Auftrag gegebenen Studie sehen fast die Hälfte (44 Prozent) aller Unternehmen, die bereits Erfahrungen mit Beratern haben, neben der Bereitstellung von Know-how auch den externen Blick ins Unternehmen als größten Vorteil einer Zusammenarbeit. Warum Beraterleistungen von KMU nur wenig in Anspruch genommen werden, wird häufig mit den vermuteten hohen Kosten aber insbesondere mit der Betriebsstruktur begründet – viele, vor allem kleine Unternehmen, glauben aufgrund ihrer Firmengröße keinen Bedarf zu haben.

Beratungsoffensive soll Hemmnisse abbauen – Förderungen bekanntmachen
Den Vorarlberger Unternehmen ist bewusst, dass sie sich gerade jetzt verstärkt am Markt und dessen Bedürfnissen orientieren müssen. Die Förderung der heimischen Betriebe ist seit jeher eine der zentralen Aufgaben der Wirtschaftspolitik des Landes. Wirtschaftslandesrat Karlheinz Rüdisser: „Oft fehlt aber betriebsintern das notwenige Know-how. Anstatt einer gesamthaften Strategie wird nur mit Einzelmaßnahmen versucht, auf das wirtschaftliche Umfeld zu reagieren.“ Der Berater kann hier helfen, erforderliche Veränderungen zu identifizieren und auf den Weg zu bringen. Rüdisser: „Durch die Umsetzung neuer Unternehmenskonzepte werden vielfach Aktivitäten wie z. B. Internationalisierungsschritte in Gang gesetzt, die durch andere Landesförderungen wiederum unterstützt werden.“ Die von der Fachgruppe UBIT initiierte Kampagne wird in Inseraten und Mailings für die Chancen und Möglichkeiten von externer Hilfestellung für KMU sensibilisieren. Auch hat die Fachgruppe das Thema zum ersten Schwerpunkt ihrer neu erschienen Zeitung gemacht, die an über 3.000 Vorarlberger Unternehmen verschickt wird. Am 15. März ist darüber hinaus ein Informationsabend in der Wirtschaftskammer Vorarlberg geplant. Dort geht es nicht nur um die Beratungsleistung als solche, sondern besonders um Fragen rund um die Beraterauswahl, die Honorare sowie den Ablauf von Optimierungs- und Beratungsprozessen. Ein Vertreter des Landes Vorarlberg zeigt auf, inwieweit Förderungen – bis zu 5.000 Euro – Unternehmen zur Finanzierung ihrer Beratungskosten zur Verfügung stehen. Dem Beratungsalltag wird ebenfalls breiter Raum eingeräumt: In Praxisvorträgen berichten Vorarlberger Unternehmer, die externe Beratung bereits in Anspruch genommen haben, von ihren persönlichen Erfahrungen.

Die Fachgruppe Unternehmensberatung und Informationstechnologie (UBIT) der Wirtschaftskammer Vorarlberg vertritt die Vorarlberger Unternehmensberater, Informationstechnologen und EDV-Dienstleister sowie Buchhalter. Derzeit hat die Fachgruppe 1.250 aktive Mitglieder.

Informationsveranstaltung Unternehmensberatung
15. März, Wirtschaftskammer Vorarlberg
Beginn: 18:00 Uhr
Wichnerstraße 9
6800 Feldkirch

Anmeldungen unter www.wkv.at/events/beratungsfoerderung per Telefon 05522/305-247 oder E-Mail an bale.angelika@wkv.at.


 



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