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Konjunkturentwicklung 2011 im Handel auf hohem Niveau

Autor: WKV

06.02.12 13:57

Feldkirch (A) Nach wie vor hält sich der heimische Einzel- und Großhandel auf hohem Niveau: Im Bundesländervergleich verzeichnet die Sparte Handel das höchste Umsatzplus. Auch bei den Beschäftigten stieg die Zahl um 2,6 Prozent. Mit einer Informationsoffensive macht sich die Sparte für qualifizierte Fachkräfte im Handel stark.

Der Vorarlberger Einzel- und Großhandel beschäftigte im Jahr 2011 18.289 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das sind um 2,67 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Zuwachs bei den Lehrlingen betrug sogar 4,7 Prozent – bei insgesamt 1.207 Auszubildenden sind das 54 junge Menschen. „Derzeit absolvieren 15 Prozent aller Auszubildenden in Vorarlberg eine Handelslehre. Hier besteht ein hohes Wachstumspotenzial. Deshalb macht sich die Sparte Handel für qualifizierte Fachkräfte stark und startet eine Informationsoffensive, bei der das Können der Fachkräfte im Handel im Mittelpunkt steht“, erklärt Michael Tagwerker, Geschäftsführer der Sparte Handel.

Umsatzmäßig erwirtschaftete der Vorarlberger Handel im vergangenen Jahr ein nominelles Plus von 2,6 Prozent. Das entspricht einem realen Umsatzrückgang – unter Berücksichtigung des Preiseffektes – von 0,3 Prozent. „Im Bundesländervergleich liegt der Vorarlberger Handel an der Spitze und befindet sich sogar über der österreichweiten Entwicklung. Diese lag bei einem nominellen Plus von 1,2 Prozent, was ein reales Minus von 1,7 Prozent bedeutet“, informiert Michael Tagwerker und begründet weiter: „Hier gilt es zu beachten, dass wir derzeit noch vom Einkaufstourismus, der sich auf den starken Schweizer Franken zurückführen lässt, profitieren.“

Onlinehandel gewinnt an Bedeutung
Wie die KMU FORSCHUNG Austria im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich analysierte, gewinnt der Onlinehandel zunehmend an Bedeutung. Die Anzahl der Online-Shops wie auch die Höhe der Umsätze stiegen in den letzten Jahren dynamisch an: 2010 zählte das Institut österreichweit 5.700 Online-Shops. Diese erwirtschafteten einen Umsatz von 1,9 Milliarden Euro, das entspricht 3,6 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes – nicht berücksichtigt sind Tankstellen.

„Neben der Entwicklung des Handels im Internet geht auch der demografische Wandel nicht an unserer Sparte vorbei: Auch die Handelsbetriebe tun sich schwerer, qualifizierte Leute zu bekommen. Wir starten deshalb eine crossmediale Informationsoffensive, um einerseits das Service- und Qualitätsniveau zu sichern. Andererseits zeigen wir damit die verschiedenen Karrieremöglichkeiten und Ausbildungswege im Handel auf. Denn wer im Handel arbeitet, der kann was und das zeigen wir“, erklärt Gebhard Sagmeister, Obmann der Sparte Handel Vorarlberg.

Handelsangestellte im Mittelpunkt
Anfang Februar startete die Informationskampagne der Sparte Handel, bei der es neben klassischen Inseraten in den regionalen Medien auch verschiedenste Aktionen geben wird. „Im Mittelpunkt stehen Menschen, die im Handel arbeiten. Wir zeigen einen Querschnitt von verschiedenen Berufsbildern und informieren über das Können der Handelsangestellten.
Bewusst haben wir Leute gewählt, die beispielsweise nach der Babypause in den Handel eingestiegen sind. Oder auch Personen, die mit einer Lehre im Handel ihren Berufsweg begonnen und Karriere gemacht haben“, erklärt Spartengeschäftsführer Michael Tagwerker.

Die Herausforderung bei der Umsetzung besteht darin, für 16 unterschiedliche Fachgruppen – von Holz- über Fahrzeug- bis zum Lebensmittelhandel – die verschiedensten Berufe und deren Karrierechancen zu veranschaulichen

Factbox Vorarlberger Handel 2011:

•    Beschäftigte:             18.289
Zuwachs zum Vorjahr:    2,6%
•    Lehrlinge:            1.207
Zuwachs zum Vorjahr:    4,7%
•    Umsatz Vorarlberg:        nominell +2,6%, real -0,3%
•    Umsatz Österreich:        nominell +1,2%, real -1,7%



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