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Kooperation im Bodenseeraum erforscht neue Wege zu einer verbesserten Brustkrebstherapie

Autor: Vivit

23.02.10 09:30

Unter Koordination des „Vorarlberger Instituts für vaskuläre Forschung“ (VIVIT) startet eine neue, länderübergreifende Kooperation zwischen Kliniken und bioanalytischen Labors im Rheintal-Bodenseeraum. Ziel ist die Erfassung und Evaluierung des Einflusses genetischer Marker auf Verlauf und Therapieansprechen bei einer Brustkrebserkrankung.

Das Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten von Brustkrebs hat sich in den letzten Jahren wesentlich erweitert. Verschiedene neue medikamentöse Therapieformen werden in absehbarer Zeit verfügbar sein. Nicht alle Patientinnen sprechen jedoch gleich gut auf diese Therapien an und so kann der Verlauf einer Erkrankung individuell sehr unterschiedlich sein. Ein Grund für diese individuellen Unterschiede liegt in der Variabilität des Erbguts, der DNA.

Im Zuge des Kooperationsprojektes werden anhand umfassender und gut charakterisierter Patientengruppen Veränderungen in Genen, die sich zum Beispiel auf den Wirkungsmechanismus oder die Verstoffwechselung von Medikamenten auswirken, mittels modernster Laborverfahren analysiert. Somit können relevante genetische Marker bestimmt werden, welche zukünftig dazu beitragen die für die Patientin bestmögliche Therapieführung abzuleiten. Ebenso können Therapien, auf die Brustkrebspatientinnen nicht ansprechen, frühzeitig ausgeschlossen werden. Dadurch können sich vermeidbare Nebenwirkungen sowie unnötig entstandene Kosten für das Gesundheitssystem maßgeblich einschränken lassen.

Weitere Kooperationspartner sind das Landeskrankenhaus Feldkirch, das Brustzentrum Bodensee, vertreten durch die Frauenklinik am Klinikum Konstanz, sowie die GATC Biotech AG in Konstanz. Das Projekt wird über Mittel der EU und dem Interreg IV-Programm "Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein" ko-finanziert.



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