AIT Cyber Security-Lösung "ThreatGet" erhält Staatspreis-Nominierung

AIT Cyber Security-Lösung
KR Alfred Harl (Fachverband UBIT), Peter Lieber (Sparx Services Central Europe), Salome Wagner (Sparx Services Central Europe), Martin Stierle (AIT Austrian Institute of Technology) und Bundesminister Univ.-Prof. Dr. Martin Kocher.

Wien (A) Das innovative Cyber Security Management System ThreatGet wurde aus rund 200 eingereichten Projekten unter die sechs Nominierten zum österreichischen Staatspreis Consulting 2022 in der Kategorie „Unternehmensberatung und IT“ gewählt. Das System und die damit verbundene Risiko-Management-Beratung für höchst sichere IT- und Elektronik-Systeme wurden vom AIT Austrian Institute of Technology und Sparx Services CE, eine Geschäftseinheit der Lieber.Group, gemeinsam entwickelt und bereits mehrfach prämiert.

ThreatGet wurde 2019 erstmals als neue Entwicklungsmethode für die Entwicklung von höchst sicheren digitalen Systemen vorgestellt. Es unterstützt Entwickler:innen von digitalen Systemen dabei, dass Bedrohungen – unterstützt durch Künstliche Intelligenz (KI) – durch smarte Entwicklungsansätze im Systemdesign vermieden werden. Der besondere Ansatz des Systems besteht darin, dass Security-Analysen nicht erst am fertigen Produkt durch Testprozesse durchgeführt werden, sondern den gesamten Entwicklungsprozess von der Konzeption des Gesamtsystems bis hin zur Umsetzung begleiten (Security-by-Design).

Bereits 2020 wurde die besondere Innovation von ThreatGet durch den österreichischen eAward in der Kategorie "Industrie 4.0“ bestätigt und wird seitdem weiterentwickelt und in der Industrie erprobt. So entwickelte Sparx Services CE gemeinsam mit AIT einen umfassenden Consulting-Ansatz, um die Benutzung des neuen Entwicklungswerkzeugs in ein holistisches Risikomanagementsystem einzubetten. Dieses Konzept wurde mit dem 1. Preis des Constantinus Award 2021 in der Kategorie Digitalisierung / Internet der Dinge (IoT) ausgezeichnet und nun auch unter die sechs Nominierten für den Staatspreis Consulting „Unternehmensberatung und IT“ 2022 gewählt. Damit bewies ThreatGet im Wettbewerb von insgesamt 191 Projekten in den verschiedenen Vorausscheidungen einmal mehr seine herausragende Qualität.

Dazu Helmut Leopold, Head of Center for Digital Safety & Security am AIT: “Wir gratulieren Sparx Services CE ganz herzlich zur Nominierung für den Staatspreis Consulting. Für die Beherrschung unserer immer komplizierteren und umfassenderen Digitalisierung braucht es unbedingt neue Ansätze für die sichere Entwicklung von digitalen Systemen. Durch die Kombination des Risikomanagement-Consultingansatzes von Sparx Services CE mit dem am AIT entwickelten Security by Design Werkzeug ThreatGet werden neue Maßstäbe in der Entwicklung von resilienten Digitalsystemen in Märkten mit hohen Sicherheitsanforderungen gesetzt, wie z.B. in der Fahrzeug- oder produzierenden Industrie.“

Einsatzbereich von ThreatGet stark ausgeweitet
Zu Beginn war ThreatGet auf die Systementwicklung im Bereich Automotive ausgerichtet, da im Juli 2022 die neue Regulierung UN R155 zur Cybersicherheit für alle neuen Fahrzeugtypen in der EU verbindlich wurde. Dabei ist eine Risikoanalyse für das Fahrzeug und ein Security-by-Design Ansatz vorgeschrieben, Voraussetzungen, die sich mit ThreatGet vorbildlich umsetzen lassen.

Aufbauend auf den Erfahrungen durch den Einsatz von ThreatGet im Automotive Sektor und das branchenübergreifend steigende Interesse am innovativen Sicherheitssystem veröffentlichten die AIT Expert:innen im Frühjahr 2022 eine weitere KI-unterstützte Datenbank mit bekannten Cyberbedrohungen für den Industrie-Sektor. Damit ist „Security by Design“ nun auch für die Entwicklung sicherheitskritischer System im Bereich von z.B. „Industrial Internet of Things“ (IIoT) verfügbar und wurde u.a. bei der Hannover Messe 2022 am Gemeinschaftsstand der Wirtschaftskammer Österreich präsentiert.

Peter Lieber, Gründer und Inhaber von Sparx Services CE: „Wir sind sehr stolz auf die Nominierung für den Staatspreis Consulting „Unternehmensberatung und IT“ 2022 für ThreatGet und den damit verbundenen holistischen Beratungsansatz. Dank der erfolgreichen und langjährigen Zusammenarbeit mit dem AIT ist das ThreatGet Cyber Security Management System inzwischen so breit aufgestellt, dass wir damit nun auch alle Industriebranchen und sogar Banken sowie Versicherungen erreichen. Mit den von uns in der Praxis gesammelten Erfahrungen ist das Regelwerk des Systems für praktisch alle Cyber Security Anforderungen nutzbar und wir liefern damit eine umfassende Lösung für Security-by-Design.“

ThreatGet deckt darüber hinaus die Anforderungen an die ISO/IEC27001 Zertifizierung ab und bietet Unternehmen und Organisationen klare Leitlinien für Cyber Security. Auch eine Ausweitung der Wissensdatenbanken auf Bedrohungspotentiale für Bereiche wie Gesundheit und sicherheitskritische Infrastrukturen ist geplant. Möglich sind demnächst auch weitere Risiko-Analysen, nicht zuletzt wird auch die NIS Richtlinie (EU-weite Rechtsvorschrift über Cybersicherheit zur Netz- und Informationssicherheit) erfüllt.

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