Der richtige Lebenslauf für Studenten bei einer Bewerbung

Der richtige Lebenslauf für Studenten bei einer Bewerbung

Irgendwann ist es so weit. Der Studienabschluss ist in greifbare Nähe gerückt, die Internetportale sind durchforstet worden und man hat schon einige Berufe in die engere Auswahl genommen. In den Stellenbeschreibungen heißt es, dass aussagekräftige Bewerbungsunterlagen gewünscht werden. Das bedeutet unter anderem auch den Lebenslauf. Aber unterscheidet sich ein Lebenslauf von Studenten von anderen?
 
Der erste Eindruck zählt

Nachdem man sich die Stellenausschreibungen ein weiteres Mal durchgelesen hatte, kann man mit der Erstellung eines Lebenslaufs beginnen. Hierbei ist dringend auf die Vermeidung von Schreibfehlern, Kaffeeflecken und anderen, den ersten Eindruck störenden Einflüssen zu achten.  
 
Was gehört in den Lebenslauf als Student?
Man spricht zwar gerne von einem „lückenlosen Lebenslauf“, aber das bedeutet nicht zwangsläufig, dass das komplette Leben, also alle vierundzwanzig Jahre aufzählen muss. Bei studentischen Lebensläufen wird natürlich der Fakt erwähnt, dass man studiert, wo man studiert und was man studiert. Auch sollten Auslandserfahrungen, beziehungsweise Ehrenämter erwähnt werden, da somit ein kleiner Einblick in die Persönlichkeit des Studenten gegeben wird. Sollte ein Schulfach, beispielsweise Deutsch, Englisch oder Mathematik, durch besonders herausragende Noten glänzen, ist dies natürlich zu erwähnen. Bei Hobbys kommt es darauf an, ob diese in einen sinnvollen Kontext zur Bewerbung eingeordnet werden können. Bewirbt man sich als Bankkaufmann, könnte es kontraproduktiv sein, seine Aktivität in der kapitalismuskritischen Indie-Punk-Metal-Band zu erwähnen.
 
So gestaltet man den Lebenslauf richtig
In der Kürze liegt bekanntlich die Würze. Das gilt auch für die ebenfalls Curriculum Vitae genannten Lebensläufe. Allerdings sollte neben der Kürze und Prägnanz auch eine übersichtliche Struktur nicht fehlen. Man braucht also einen logischen Aufbau und ein klares Design. Hier empfiehlt sich natürlich die klassische Form des Lebenslaufes: die Tabelle.
 
Ein Personaler, das muss man verstehen, hat in der Regel nur begrenzt Zeit und muss mehrere Lebensläufe pro Tag sichten. Wenn dann einer dabei ist, der etwas ausführlicher ist, kann dies zwei Reaktionen hervorrufen.

Erstens und vermutlich wahrscheinlicher: Der Personaler wird seine Zeit verschwendet sehen und sofort aussortieren.

Zweitens und vermutlich eher unwahrscheinlich: Der Personaler wird sich die Zeit nehmen, denken, dass dieser Lebenslauf ein Musterbeispiel dafür ist, wie man aus den ganzen anderen CVs heraussticht und über eine Einladung nachdenken.
 
Aber selbst wenn der Lebenslauf ausführlicher ist – er sollte eine gewisse Übersichtlichkeit mitbringen. Die Leute aus der Personalabteilung haben halt nur begrenzt Zeit für einen einzelnen Bewerber.
Halte den CV entsprechend kurz und knackig – wir reden hier von maximal zwei DIN A4 Seiten. Bei der chronologischen Angabe der Stationen mit dem Aktuellsten beginnen.
 
Und ganz wichtig: Konsistenz bei Angaben
Das heißt, dass etwa die Formatierung bei Zeiträumen einheitlich sein muss, man also nicht erst 01.04.2022 schreibt und dann später 24. Mai 2021 oder plötzlich in das amerikanische Format 08-18-2020 abgleitet.

Ebenfalls beachtenswert: formatierungstechnische Hervorhebungen, jener Stichworte und Qualifikationen, die ebenfalls in der Stellenausschreibung zu finden sind.

Aufbau
Wie schon oben angemerkt ist der beste Aufbau übersichtlich, tabellarisch und konsistent mit dem Layout der restlichen Bewerbungsunterlagen.
Entsprechende Informationen müssen im Lebenslauf vorkommen:

  • Kontaktdaten
  • Bewerbungsfoto
  • Berufliche Laufbahn
  • Ausbildung, Berufserfahrung, Praktikum
  • Studienschwerpunkte (hier kann auch ein Nebenfach erwähnt werden, das auf die Stelle zugeschnitten ist)
  • Kenntnisse, Fähigkeiten, Qualifikationen, fachlicher Hintergrund
  • Optional: Soft Skills, also Charakterzüge, die auf die Stelle passen.

Layout
Damit man in der Personalverwaltung alle Informationen schnell findet, wird es empfohlen, den Text lesefreundlich zu gestalten. So sollten Zwischenüberschriften verwendet werden, in einer Größe von 14 bis 16 Punkt, während der reguläre Text 10 bis 12 Punkt groß sein sollte. Der Zeilenabstand sollte 1,5 Zeilen betragen, während die Seitenränder 2,5 Zentimeter groß sein sollten.
 
Für den Font wird zu klaren Schriftarten geraten, etwa Arial oder Courier New. Verschnörkelte Schriftarten mögen zwar verspielt wirken – was eventuell bei einem Kreativberuf nicht verkehrt sein kann – allein wird der Lesefluss doch sehr gehemmt.
 
Fazit
Das Schreiben von Bewerbungen und Lebensläufen gehört nicht unbedingt zu den interessantesten Aufgaben, die man zu erledigen hat, aber um einen guten Job zu ergattern, sind sie nun mal notwendig.

 

Könnte Sie auch interessieren