Die Beteiligung von USA und Europäischen Union an Kryptowährungen

Die Beteiligung von USA und Europäischen Union an Kryptowährungen
Haufen mit goldenen Bitcoins

Mit der zunehmenden Kapitalisierung des Marktes rücken Kryptowährungen immer mehr in den Fokus der Regulierungsbehörden. Regierungen, Zentralbanken und andere Behörden schaffen mehr und mehr Gesetze und Vorschriften im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten. Das hat unmittelbare Auswirkungen auf den Markt und die Aussichten auf eine breite Akzeptanz von Kryptowährungen. Wohin geht also die Europäische und die US Regierung in diesem Bereich ist eine Frage, der wir uns in diesem Artikel stellen.

Die politische Lage in den USA
In den USA gibt es eine widersprüchliche Dynamik. Auf der einen Seite drängen die SEC und das Finanzministerium weiterhin auf eine stärkere Regulierung von Kryptowährungen, während es auf der anderen Seite immer mehr echte Interessenvertreter für die Krypto-Industrie auf lokaler und bundesstaatlicher Ebene gibt. Zu letzterem gehört eine Initiative der republikanischen Kongressabgeordneten Soto Darren und Warren Davidson, die am 28. Mai im Kongress einen Gesetzentwurf zur Untersuchung der Blockchain-Technologie und zum Schutz der Nutzer einbrachten. In dem Dokument werden die Behörden aufgefordert, das Potenzial der Blockchain-Technologie für Unternehmen, Investitionen, Regulierungsmöglichkeiten und Verbraucherschutz zu untersuchen.

Der Bericht soll dem Energie- und Handelsausschuss des Repräsentantenhauses vorgelegt werden. Mitarbeiter des Handelsministeriums und der Federal Trade Commission sollen in die Blockchain-Studiengruppe aufgenommen werden. Der Krypto-Trading nimmt weltweit zu und sorgt dafür, dass es mehr neue gesetzliche Regelungen geben muss.

Ebenfalls am 15. Juni kündigte die Demokratische Partei die Bildung einer Arbeitsgruppe zu Kryptowährungen an, die von Maxine Waters, der Vorsitzenden des Finanzausschusses des US-Repräsentantenhauses, geleitet wird. Ziel der Gruppe ist es, Vorschläge für die Regulierung von Kryptowährungen, den Einsatz von Blockchain- und Distributed-Ledger-Technologien sowie die mögliche Entwicklung eines US-CBDC zu erarbeiten.

Die politische Lage in der Europäischen Union
Am 5. Juni gaben die EU-Finanzminister, die Chefs des Internationalen Währungsfonds, der Weltbank, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der Eurogruppe und des Finanzstabilitätsrats im Anschluss an ihr jährliches Treffen eine gemeinsame Erklärung zur Lage der Weltwirtschaft ab, in der auch das Thema Kryptowährungen im Rahmen der Steblecoin- und CBDC-Diskussion angesprochen wurde. Bei diesem Treffen wurde festgestellt, dass Innovationen im Bereich des digitalen Geldes und Zahlungsverkehrs ein großes Potenzial haben, aber auch Probleme bei der Umsetzung der öffentlichen Politik und der Regulierung verursachen können.

"Jede CBDC kann als eine Form von Zentralbankgeld als liquides, sicheres Abwicklungsinstrument und als Anker für das Zahlungssystem dienen. CBDCs müssen nachhaltig und energieeffizient sein, Innovation und Wettbewerb fördern, in einem angemessenen Datenschutzrahmen arbeiten und Spillover-Effekte minimieren“, heißt es in der Erklärung.

Die Teilnehmer dieses Treffens werden noch in diesem Jahr ein Dokument mit „allgemeinen Grundsätzen und Schlussfolgerungen“ veröffentlichen.

Fazit
Die Kryptowährung gerät mit jedem Jahr immer mehr in den Fokus der staatlichen Behörden und wird zunehmend ein Teil der politischen Themen. Allerdings sollte das in naher Zukunft keine negative Auswirkung auf die Kryptowährungen nehmen. Schließlich könnte die Politik dazu beitragen, dass wir schon bald Kryptowährungen voll und ganz in unseren Alltag integrieren können. Das heißt, Einkäufe im Supermarkt tätigen und verschiedene Dienstleistungen mit Kryptowährungen zu zahlen. Es ist keineswegs ausgeschlossen, dass Kryptowährungen in naher Zukunft unseren Alltag bestimmen werden.

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