Krankenhaus der Zukunft: Start-up XUND erhält FFG-Förderung für die Entwicklung von KI in der Notaufnahme

Krankenhaus der Zukunft: Start-up XUND erhält FFG-Förderung für die Entwicklung von KI in der Notaufnahme
XUND-Founders: Lukas Seper, Tamás Petrovics, Zoltán Tarabó

Wien (A) Das Wiener Healthtech Start-up XUND hat eine hohe sechsstellige Förderung von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) erhalten. Im Rahmen des Basisprogramm-Projektes PREMEDICAL forscht XUND gemeinsam mit der Medizinischen Universität Graz, der Technischen Universität Wien und der KAGes an der Entwicklung von Machine-Learning-Vorhersagemodellen, um die ambulante Versorgung in Krankenhäusern zu verbessern.

Seit der Gründung beschäftigt sich XUND mit der Extraktion von Wissen aus unstrukturierten, medizinischen Dokumenten, um die Entwicklung von digitalen Gesundheitslösungen zu beschleunigen. Nach ersten Projekten im Versicherungsbereich mit der Wiener Städtischen Versicherung in Österreich und Generali in Deutschland, folgt nun der erste große Schritt in den Krankenhausbereich.

Mit der erfolgreichen Förderzusage der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) wurde nun der Startschuss für das Projekt PREMEDICAL: Predicting Patient Outcomes in Emergency Departments with Causal Machine Learning gelegt. Gemeinsam mit der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft m.b.H. (KAGes), der Medizinischen Universität Graz und der Technischen Universität Wien, sollen nicht nur historische Daten aus dem klinischen Umfeld verarbeitet, sondern auch patientengenerierte Daten gesammelt werden. Der Grund: die Dokumentation der Anamnese in Ambulanzberichten, hinsichtlich der Symptomatik der Patienten, ist unvollständig bis kaum vorhanden, daher sind Vorhersagemodelle aktuell nur sehr eingeschränkt anwendbar.

Ein großes Augenmerk in der Entwicklung der Machine-Learning-Modelle wird auf die Erklärbarkeit der künstlichen Intelligenz (XAI) gelegt. In einem vorangegangenen, vom Austria Wirtschaftsservice finanzierten Forschungsprojekt, hat XUND bereits erste Erfahrungen mit der englischsprachigen MIMIC-Datenbank des Massachusetts Institute of Technology (MIT) sammeln können. Die in PREMEDICAL zusätzlich, vor dem Arztgespräch von Patienten erhobenen und angereicherten medizinischen Informationen, sollen nun dabei helfen, das Vorhersagemodell noch robuster und vertrauenswürdiger zu machen.  

Ziel des Projektes ist es einerseits Erkenntnisse zu gewinnen, die in das erst kürzlich als Medizinprodukt der Klasse IIa zertifizierte Kernprodukt von XUND, die Medical API, einfließen und damit den Krankenhausbesuch in Zukunft bereits vom Wohnzimmer aus ermöglichen können. Darüber hinaus sollen die erarbeiteten Vorhersagemodelle in ein neues Medizinprodukt münden, das sich an Healthcare Professionals (HCPs) richtet. Ein solches Entscheidungsunterstützungssystem wäre eine weitere Ergänzung im Produktportfolio von XUND und würde neue Anwendungsfelder, allen voran im Krankenhausbereich, öffnen.

Über XUNDDas 2018 in Wien gegründete Healthtech Start-up XUND hat einen KI-gestützten Gesundheitsassistenten entwickelt und will damit die Qualität und den Zugang zur Gesundheitsversorgung verbessern. Das Unternehmen beschäftigt bereits mehr als 30 Mitarbeiter und hat neben dem Hauptsitz in Wien auch ein Büro in Budapest. Die Technologie hinter XUND kann als API-Lösung und in einem Lizenzmodell von Gesundheitsinstitutionen verwendet werden. Darüber hinaus ist die iOS-App für jeden User kostenlos im App Store erhältlich, im Sommer 2022 ist auch der Launch der Android-Version geplant. Die Medical API von XUND ist als Medizinprodukt der Klasse IIa nach MDR zertifiziert und trägt das CE-Zeichen.

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