--------------------------
Mario Fasching, Geschäftsführer der ESECO GmbH
Mario Fasching, Geschäftsführer der ESECO GmbH
Mario Fasching, Geschäftsführer der ESECO GmbH

Reparaturkultur aktueller denn je – ESECO fordert Fortsetzung des Reparaturbonus

  • 12.12.2024
  • --
  • Strass-Wasserlof PR

Graz (A) Halbzeit für den Reparaturbonus in Österreich. Mit der Förderung von 50 % der Reparaturkosten wurden bisher mehr als 840.000 Reparaturbons eingelöst. Das Programm zeigt enorme Wirkung: Die Anzahl der Reparaturen in Österreich stieg signifikant. Mario Fasching, CEO des Reparaturunternehmens ESECO, sieht dennoch dringenden Handlungsbedarf: „Nachhaltiges Wirtschaften und der Verbraucherschutz sollten in Österreich höchste Priorität haben. Gleichzeitig ist die Umsetzung der neuen EU-Richtlinie zum Recht auf Reparatur in Österreich entscheidend. Der Bonus muss bleiben.“

Erfolg gegen die Wegwerfgesellschaft
Durch den Reparaturbonus konnten bisher tonnenweise Elektrogeräte, von Smartphones bis hin zu Waschmaschinen, repariert statt weggeworfen werden. „Der Reparaturbonus hat bei Konsumenten das Bewusstsein geschaffen, dass Reparieren nicht nur nachhaltig, sondern auch ökonomisch sinnvoll ist. „Reparieren ist das neue Kaufen“ ist mittlerweile zum Narrativ der globalen Nachhaltigkeitsbewegung geworden und steht für den Wandel hin zu bewussterem Konsumverhalten“, weiß Mario Fasching, Geschäftsführer der ESECO GmbH. Der Unternehmer betont: „Eine Fortführung des Reparaturbonus fördert die regionale Wertschöpfung und stärkt die Unabhängigkeit der österreichischen Wirtschaft. Durch die Unterstützung lokaler Betriebe und Fachkräfte wird Österreichs Selbstständigkeit gegenüber internationalen Lieferketten und globalen Schwankungen erhöht.“

Reparaturbonus und EU-Richtlinie zum Recht auf Reparatur: Ein Zukunftsmodell für Nachhaltigkeit
Die EU-Richtlinie (EU) 2024/1799 sieht umfangreiche Maßnahmen zur Förderung der Reparatur vor, darunter die Einführung einer Reparaturpflicht für Hersteller, die Bereitstellung einer europäischen Online-Plattform zur Vermittlung von Reparaturdiensten, die Möglichkeit für Verbraucher, zwischen Reparatur und Ersatz zu wählen, sowie die Einführung eines standardisierten europäischen Reparatur-Informationsformulars, das Transparenz über Kosten und Bedingungen schafft. Zudem verpflichtet sie die Mitgliedsstaaten, Maßnahmen zur Förderung der Reparatur zu ergreifen, wie finanzielle Anreize oder Unterstützung von Reparaturinitiativen. „Das Recht auf Reparatur ist nicht verhandelbar“, sagt Fasching. „Seit Juli 2024 gibt es klare Regeln: Hersteller müssen Ersatzteile und Reparaturinformationen zu fairen Bedingungen bereitstellen, um die Reparierbarkeit von Produkten zu fördern. Jetzt liegt es an Österreich, diese Vorgaben konsequent umzusetzen.“ Fasching fordert dabei, den Reparaturbonus nicht nur zu verlängern, sondern ihn zu einem echten Leuchtturmprojekt für Europa auszubauen. „Wir haben die Chance, Vorreiter für Nachhaltigkeit zu werden und Kreislaufwirtschaft aktiv zu gestalten. Diese Gelegenheit dürfen wir nicht verpassen.“

Qualitätsstandards und Ausbildungsinitiativen für den Reparaturmarkt
Der ESECO-CEO fordert darüber hinaus die Einführung eines neuen Berufsbilds „Hausgerätetechniker“, um den steigenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften zu decken. „Mit einem einheitlichen Qualitätsstandard und einer verbesserten Ausbildung können wir den Reparatursektor nachhaltig stärken und das Vertrauen der Verbraucher gewinnen“, betont Fasching.

Reparaturbonus: Langfristige Vorteile für Verbraucher und Umwelt
Eine nachhaltige Reparaturkultur bringt neben kurzfristigen Einsparungen für Verbraucher auch langfristige Vorteile. „Reparieren ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch eine ökonomisch attraktive Alternative“, fasst Fasching zusammen.



Reparatur.at | Eseco GmbH

  Hüttenbrennergasse 30, 8010 Graz
  Österreich
  Weitere Informationen...


Könnte Sie auch interessieren