Schrenk und Rhomberg Bau gründen "myblock"

Schrenk und Rhomberg Bau gründen
Durch den hohen Vorfertigungsgrad von Myblock ist vor Ort ein einfaches Versetzen per Kran und ein schnelles Zusammenschließen der Haustechnik möglich.

Vitis/Bregenz (A) Auf den ersten Blick ist es ein Badezimmer. Und schon als solches, komplett vorgefertigt, vorinstalliert und voll ausgestattet, verspricht das Myblock-Modul der gleichnamigen GmbH eine schnelle und wirtschaftliche Bauzeit. Tatsächlich steckt aber noch viel mehr in dem Badelement für mehrgeschossigen Wohnbau, das die Vorarlberger Rhomberg Bau und die niederösterreichische LeanWorks GmbH entwickelt haben und nun in dem gemeinsamen Start-up vertreiben:

“Wir bieten unseren Kunden eine Technikzentrale für die gesamte Wohnung”, betont Stefan Schrenk, als Geschäftsführer von LeanWorks von Seiten der Niederösterreicher für das Joint Venture verantwortlich. So sei die Elektro-, Installations-, Heizungs- und Lüftungstechnik bereits fertig in dem Block verbaut. “Und da damit die entsprechenden Anschlüsse alle an einem Ort vereint sind, können wir auch direkt das Bad und sogar die Küche inklusive aller Geräte mitliefern.” Kurz: “Es ist sehr viel mehr als ein Badezimmer.”

Ernst Thurnher, Geschäftsführer der Rhomberg Gruppe, ergänzt: „Das gemeinsame Unternehmen ist unsere Antwort auf den Fachkräftemangel und die steigenden Baukosten für Wohneigentum.” Neu an dem Produkt sei darüber hinaus, dass es speziell für den Holzbau entwickelt wurde und in der Grundstruktur selbst aus dem ressourcenschonenden Baustoff besteht. Zudem sorge es für Entlastung auf der Baustelle, etwa, was Lärm, Staub und Zeit betrifft. Durch den hohen Vorfertigungsgrad ist vor Ort ein einfaches Versetzen per Kran und ein schnelles Zusammenschließen der Haustechnik möglich.

Der Trend zum elementierten, vorgefertigten Bauen halte zwar schon länger an, “mit Myblock ergänzen wir den Systembau aber durch wertvolle Aspekte des Lean-Managements“, erläutert Schrenk. So reduziere der Myblock etliche Schnittstellen – “vor allem im Badezimmer sind die Handwerkerdichte und die Zahl der Schnittstellen am größten” – und damit potenzielle Fehlerquellen. Die Arbeitsbedingungen werden ergonomischer, Fliesenleger etwa können in der Vorfertigung im Stehen arbeiten. Zudem verbessert sich die Work-Life-Balance, da die Handwerker vor Ort und, getreu dem Lean-Ansatz, in auf ihre Bedürfnisse optimierten Abläufen die Elemente herstellen. “Wir bewegen uns damit immer mehr vom reinen Handwerk hin zu industriellen Produktionsprozessen”, blickt Schrenk in die Zukunft.

„Wir empfehlen, Myblock möglichst frühzeitig in der Planung zu berücksichtigen“, erklärt Ernst Thurnher. „So können wir unser Know-how und unsere Erfahrungen am besten einbringen und das Modul ideal in die Haustechnik einfügen“. Seine größte Stärke entfaltet die Technikzentrale dabei im Holz-Systembau. Verschiedene Größen und Ausstattungslinien sorgen dennoch für Individualität und Abwechslung. “Dort spart Myblock Ressourcen, Zeit, Emissionen und richtig viel Geld”, verspricht Thurnher. “Natürlich können wir das Produkt aber auch ‘downgraden’, bis runter zum einfachen Badmodul ohne jede Technik.”

Erste Einsätze hat Myblock bereits: 13 der Module wurden in einem mehrgeschossigen Holz-Wohnhaus in Feldkirch, Vorarlberg verbaut, 21 befinden sich für ein Bauvorhaben in Dornbirn aktuell in der Produktion. Weitere Projekte sind in Vorbereitung. “Unsere Erfahrungen, was Logistik, Handling vor Ort und Kundenzufriedenheit betrifft, sind durchweg positiv”, resümiert Thurnher. “Darauf können und wollen wir aufbauen.”

Um das Produkt bestmöglich am Markt zu platzieren, haben LeanWorks und Rhomberg zum 7. Februar 2022 das gemeinsame Joint Venture myblock GmbH gegründet. Sitz der Gesellschaft ist Bregenz, Vorarlberg, in Wien gibt es eine Niederlassung. Als Geschäftsführer fungieren Stefan Schrenk, Matthias Frick und Alexander Hilbe.

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