Steiermärkische Sparkasse lud zum Expertengespräch ein

Steiermärkische Sparkasse lud zum Expertengespräch ein
Mag. Alexander Eberan, Leiter Private Banking Wien, Steiermärkische Sparkasse Gudrun Strahner-Weiss, MMSc, Leiterin Corporate Banking Wien, Steiermärkische Sparkasse Univ. Prof. Dr. Markus Hengstschläger, Genetiker, Regierungsberater und Autor Dr. Oliver Kröpfl, Vorstandsmitglied, Steiermärkische Sparkasse.

Wien (A) Was sagt die Genetik über unsere Begabung, Unvorhergesehenes zu planen und wie können wir vor diesem Hintergrund die bestmöglichen Entscheidungen treffen? – Diese grundlegende Frage nach der Zukunft, die auch Banken im weiteren Sinne ihren Kund:innen bei wichtigen Themen wie etwa der Unternehmensnachfolge stellen müssen, stand im Mittelpunkt eines Vortrages, den der renommierte Genetiker Markus Hengstschläger Montagabend am Wiener Standort der Steiermärkischen Sparkasse vor zahlreichen Kund:innen und Gästen hielt.

Das Expertengespräch, zu dem die Steiermärkische Sparkasse geladen hatte, bot Gudrun Strahner-Weiss Gelegenheit, sich in ihrer neuen Funktion offiziell vorzustellen. Sie hat am 1. August 2022 die Leitung des Corporate Bankings Wien übernommen. Ebenso vertreten: Alexander Eberan, Leiter Private Banking Wien, sowie Oliver Kröpfl, Vorstandsmitglied der Steiermärkischen Sparkasse, der zum Thema Zukunft einhakte und betonte, dass er trotz der aktuell unsicheren Zeiten bei Österreichs Unternehmen weiterhin eine nach vorne fokussierte Stimmung registriert: „Wir merken bei den Finanzierungsanfragen, dass die Unternehmen auch jetzt sehr viele spannende Projekte planen.“

„Eigene Lösungen finden“
In einem kurzweiligen und pointierten Vortrag zeichnete der vielfach ausgezeichnete Wissenschaftler Hengstschläger, der an der US-Universität Yale forschte und nun das Institut für Medizinische Genetik an der Medizinischen Universität Wien leitet, ein Bild von Österreich, dass aus seiner Sicht besser sein könnte als es ist. Das Land gehöre zwar zu den zehn reichsten Staaten der Welt, zähle aber nicht zu den „Innovations-Leadern“, sondern lediglich „Innovations-Followern“. Die Gründe dafür ortet der Universitätsprofessor zunächst in einer hierzulande stark ausgeprägten Wissenschaftsfeindlichkeit, in einem sozial wenig durchlässigen Bildungssystem, für das er die Ganztagsschule fordert, sowie in einer fehlenden Lösungsfindungskompetenz, die vom Kleinkindalter antrainiert werden müsste. „Jeder Euro, der in die Elementarpädagogik investiert wird, ist besser investiert als an den Unis“, stellt er fest. Kinder sollten ermutigt werden, ihren eigenen Lösungen zu finden und Erwachsene sollten Kinder von klein auf ihre Erfahrungen machen lassen, ohne sie stets anzuleiten oder ihnen Entscheidungen abzunehmen.

Neue Kompetenzen lehren
Um in Österreich „eine kollektive Lösungsbegabung“ zu etablieren, müssten in Bildungseinrichtungen „ungerichtete“ Kompetenzen wie Ethik, Fleiß, Kreativität oder kritisches Denken statt Unmengen an theoretischem Unterrichtsstoff gelehrt werden. „Man muss die Fächer besser verschränken und den Lehrstoff entrümpeln.“

Persönlichkeitsentwicklung und -entfaltung sowie Selbstvertrauen würden durch eigene Ideen entstehen, sagte Hengstschläger. Genetisch seien zwar Begabungen angeboren, doch um sie zu entwickeln, brauche es Training und Fleiß. Als Beispiel nannte Hengstschläger den Weltfußballer Lionel Messi, der durch sein verzögertes Wachstum sein fußballerisches Talent nur durch extremen Fleiß und Durchhaltevermögen umsetzen konnte – Skills, die auch in Unternehmen dringend gebraucht werden, um die Zukunft erfolgreich gestalten zu können.

 

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