Über 400 Gäste beim Sommerausklang der Industriellenvereinigung Niederösterreich

Über 400 Gäste beim Sommerausklang der Industriellenvereinigung Niederösterreich
NÖ Geschäftsführerin Michaela Roither, IVNÖ Präsident Thomas Salzer, Elke Gelbmann vom Verein Concordia Sozialprojekte, Landeshauptfrau Johanna Mikl Leitner und Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger. (Foto: Felix Büchele)

Luberegg (A) Mehr als 400 Gäste nahmen am heurigen Sommerausklang der Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV-NÖ) auf Schloss Luberegg teil. Trotz dunkler Wolken am Konjunkturhimmel unterstrich der Präsident der IV-NÖ, Thomas Salzer, die Rolle der Industrie als Mutmacher und Stabilitätsfaktor: „Wir sind als Industrie bisher in allen Krisen der Fels in der Brandung gewesen und werden auch weiterhin Motor für Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze im Land sein können, wenn dafür die Rahmenbedingungen stimmen.“

Salzer forderte von der Bundesregierung eine rasche Erhöhung des Energiekostenzuschusses auf 2,5 Mrd. Euro, eine dauerhafte Strompreiskompensation, staatliche Garantien für Unternehmen bei Beschaffung und Absicherung der notwendigen Energie sowie die rasche Möglichkeit, Kurzarbeit in Anspruch nehmen zu können. Der IV-Präsident plädierte zudem dafür, heimische Gasreserven in Österreich und der EU zu erschließen: „Es kann nicht sein, dass wir auf Gas-Schätzen sitzen – und um teures Geld und viel CO2-Emissionen Flüssiggas importieren. Wir müssen dem Markt signalisieren, dass wir Gas als Brückentechnologie verfügbar haben.“

Auf Bundesebene wünsche er sich insgesamt mehr wirtschaftliche Vernunft und weniger Ideologie: „Wer unseren Betrieben mit überzogenen Lohnforderungen und unsinnigen Restriktionen die Luft zum Atmen nehmen will, vertreibt Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Das schadet Niederösterreich - und das werden wir nicht zulassen.“ Der niederösterreichische Weg des Miteinander sei in jeder Hinsicht zukunftsweisend und müsse auch im Interesse stabiler und berechenbarer Rahmenbedingungen für die Industrie fortgeführt werden.

Mikl-Leitner: EU und Bundesregierung müssen jetzt handeln: Es geht um eine rasche Gas- und Strompreiskompensation für Unternehmen
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner dankte den Mitgliedern der IV NÖ für ihren Einsatz für Wachstum und Arbeit im Land und betonte: „Wir befinden uns inmitten der herausforderndsten Zeit unserer Generation, die auch unsere Industriebetriebe mit voller Härte trifft. Angefangen von Lieferkettenproblemen über die horrenden Energiepreise bis hin zur Inflation. Und klar ist: Es muss jetzt etwas passieren. EU und Bundesregierung müssen jetzt handeln. Es geht jetzt um eine Gas- und Strompreiskompensation für Unternehmen, damit Niederösterreich auch weiterhin ein starker und attraktiver Standort für Industrie und Innovation bleiben kann.“

Knill: Krise birgt auch Chancen, Industrie nimmt Herausforderungen an und ist Teil der Lösung
IV-Präsident Georg Knill unterstrich beim Sommerausklang der IV-NÖ die Notwendigkeit des Optimismus in schwierigen Zeiten: „Die Zeiten sind sehr fordernd, die Unsicherheiten rund um uns sind groß und eine Krise folgt der nächsten – all das ist eine Belastungsprobe für jeden einzelnen von uns und für unsere Gesellschaft insgesamt. Dennoch birgt jede Krise auch Chancen, die es zu nutzen gilt, dazu braucht es die entsprechende Zuversicht und den notwendigen Optimismus.

Gerade jetzt sollten wir auf die Dinge besinnen, die trotzdem sicher sind und auf die wir uns verlassen können, wie unsere Widerstandskraft, unsere Fantasie und unsere Intelligenz und die Gewissheit, dass wir selbst für die größten Herausforderungen Lösungen finden und gemeinsam die Zukunft gestalten. Denn wir als Industrie haben die Herausforderungen immer angenommen, wir haben angepackt, wir sind als Teil der Lösung ständig daran Dinge besser zu machen, neue Wege zu gehen.“

 

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