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Vorarlberger Sparkassen: Spar- und Kreditprognose: Österreicher wollen 2011 rund 5.460 Euro zur Seite legen

  • 21.02.2011
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  • Dornbirner Sparkasse Bank AG
Laut einer aktuellen Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts INTEGRAL im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen bleibt auch 2011 ein Jahr der sicheren Anlageformen. Demnach wollen knapp zwei Drittel der Österreicher mittels Sparbuch, 58% per Bausparvertrag und 4 von 10 mit einer Lebensversicherung in den kommenden 12 Monaten ansparen. Durchschnittlich nehmen sich die Befragten vor, 5.460 Euro übers Jahr anzusparen. Dabei sind Einmalbeträge aus Geldgeschenken, Abfertigungen oder Erbschaften berücksichtigt sowie jener Betrag, der am Monatsende übrig bleibt. Rund ein Drittel der Befragten plant heuer größere Anschaffungen wie z.B. eine eigene Wohnung oder ein neues Auto. 15% davon beabsichtigen eine Finanzierung mittels Kredit in der Höhe von durchschnittlich 70.200 Euro. Um den Zustand der europäischen Gemeinschaftswährung macht sich die Mehrheit (66 %) der Österreicher keine Sorgen. Positiv für Kreditnehmer: Die Leitzinsen dürften noch bis zum 4. Quartal 2011 niedrig bleiben. Das hat aber auch zur Folge, dass die Sparbuchzinsen weiterhin auf niedrigem Niveau bleiben. Die Arbeitslosenquote wird wahrscheinlich leicht sinken, hingegen wird die heimische Wirtschaft um 2,2% wachsen.

Geldflussprognose der Haushalte
Trotz niedriger Zinsen bleibt das Sparbuch nach wie vor die beliebteste Anlageform der Österreicher. In den nächsten 12 Monaten wollen laut Umfrage 62% ihr Geld aufs Sparbuch legen. Etwas weniger (58%) werden einen Bausparvertrag abschließen. 40% wollen heuer in eine Lebensversicherung und 34% in die Pensionsvorsorge investieren. Für Fonds können sich 2011 17% begeistern. Immobilien wollen 11% kaufen und immerhin 8% werden sich Gold ins Depot legen. „Geld zur Seite zu legen, in welcher Form auch immer, ist vor allem den Vorarlbergern seit jeher sehr wichtig“, so Werner Böhler, Sprecher der Vorarlberger Sparkassen. Was die Höhe der Geldanlage betrifft, so rechnen die Befragten, dass in den nächsten 12 Monaten durchschnittlich rund 5.460 Euro zur Verfügung stehen, die in diverse Anlageprodukte investiert werden können. Sieht man sich die Einlagenentwicklung der privaten Haushalte in Österreich an, so besteht ein Seitwärtstrend seit Ende 2009: Im Jahr 2010 haben sich die Einlagen der privaten Haushalte, mit kleinen Schwankungen, bei rund 207 Mrd. Euro eingependelt. Erste Bank und Sparkassen halten daran einen Anteil von knapp 40 Mrd. Euro.

Neben der Geldanlage zeigen sich die Österreicher aber auch bereit, 2011 zu investieren. Demnach plant rund ein Drittel größere Anschaffungen wie einen Autokauf, die Anschaffung einer eigenen Wohnung oder einer neuen Einrichtung, wofür zusätzlich Geld benötigt wird. Der überwiegende Teil (85%) kann sich diese Wünsche aus eigenen Ersparnissen finanzieren. 15% benötigen einen Bankkredit dazu, der im Österreichschnitt rund 70.200 Euro beträgt. Das Kreditvolumen zeigt einen klaren Aufwärtstrend: Hatten die privaten Haushalte per Jänner 2010 Kredite in Höhe von etwa 128 Mrd. Euro ausständig, so waren es zum Jahresende 135 Mrd. (+5,5%). Erste Bank und Sparkassen halten davon per Ende Dezember 2010 einen Anteil von gut 26 Mrd. Euro.

Mehrheit macht sich keine Sorgen um den Euro
Die europäische Gemeinschaftswährung kommt seit einigen Monaten nicht aus den Wirtschaftsschlagzeilen. Hierzulande scheinen sich die Menschen aber weniger Sorgen um die Existenz des Euros zu machen: Knapp zwei Drittel der Österreicher glauben an die europäische Gemeinschaftswährung.

Die Staatsschuldenkrise einiger südeuropäischer Länder hat zu einem Vertrauensverlust der Finanzmärkte geführt und letztlich zu einer Belastungsprobe für den Zusammenhalt der Eurozone. Das klare politische Bekenntnis der großen Eurozone-Staaten zu mehr Gemeinsamkeit sorgte dann aber ab Jahresbeginn wieder zu einer Stärkung der Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar. „Der Euro ist nach wie vor eine stabile Währung. Die Konsolidierung der Staatshaushalte einiger Euroländer wird dennoch das bestimmende Thema des Jahres 2011 werden“, so Böhler weiter.

Österreichs Wirtschaft gedeiht
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Österreich sind 2011 sehr positiv: Das Wifo erwartet ein Wirtschaftswachstum von 2,2% sowie eine leicht rückläufige Arbeitslosenquote. Die Inflation wird mit 2,1% (2010: 1,8%) im laufenden Jahr nur leicht ansteigen. Das Zinsniveau sollte damit noch einige Zeit niedrig bleiben. Mit einem Anstieg der Sparbuchzinsen ist daher nicht zu rechnen. Die Experten der Vorarlberger Sparkassen gehen davon aus, dass die EZB die Leitzinsen frühestens im 4. Quartal 2011, voraussichtlich um 25 Basispunkte, anheben wird. 2012 wird sich das dann auch auf die Spar- und Kreditzinsen auswirken. „Die niedrigen Zinsen sollten heuer noch die eine oder andere Investition beflügeln“, meint Werner Böhler. Da die Zinsen in den nächsten Jahren sicher wieder steigen werden, sollte man das aktuell niedrige Niveau nutzen und gleichzeitig diesen Zinssatz nach oben hin absichern. Den Sparern rät Böhler, „sich jetzt genau zu überlegen, wie man sich gut für die Zeit steigender Renditen aufstellt. Bei diesem Zinsniveau nur auf das Sparbuch zu setzen, ist sicher nicht die ertragreichste Möglichkeit.“

Zum Studiendesign: Integral hat 1.000 Österreicher (repräsentativ für die Bevölkerung ab 14 Jahren) mittels telefonischen Interviews nach ihren geplanten Spar- und Anlageformen sowie ihrem Finanzierungsbedarf gefragt. Weiters wurde die Sorge nach dem Euro abgefragt. Die Befragung fand im Zeitraum von 9.11. – 29.11. 2010 statt.


Dornbirner Sparkasse Bank AG

  Sparkassenplatz 1, 6850 Dornbirn
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